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Seite -01 -                                 " Tops + Flops "

 

Erster Flop !

 


Tailor-herd  - "Marke Hausfrauenglück"  !
wir haben uns unseren traum erfuellt. eine reise mit unserem segelboot, rund
um die welt. alles wurde auf- und ausgeruestet. und last but not least die
pantry. nachdem auf dem boot, das unsere traeume verwirklichen sollte, ein
taylor-herd typ 029  vorhanden war, haben wir uns  fuer den neuen typ 030
 entschieden und  gekauft. immerhin fuer knapp 3000.- dm. nach
 täglichem gebrauch haben wir ihn nun sarkastisch "hausfrauenglueck"
getauft.
 fuer dieses geld bekommt man an land ja einen herd mit allem komfort aber
 auf dem boot wird man mit einschränkungen leben müssen. wie krass die
 allerdings werden sollten, haben wir erst bei der reise bemerkt. doch
zurück
 zum "hausfrauenglück". das teure stueck wurde in deutschland vor der
abfahrt  eingebaut. erste reparatur im englischen kanal. kardanisch
aufgehängt, sollte der herd den unbilden der natur - sprich wellengang -
trotzen. hat er auch, denn er blieb hängen. nicht so der zuführende
petroleumschlauch, der mit metallgeflecht umwickelt, das petroleum nun nicht
mehr zum brenner, sondern, durch etliche  poröse stellen, unter den herd
beförderte. guter rat ist teuer, guter schlauch auch. also blieb bis zum
nächsten hafen die küche kalt.
im hafen den schlauch getauscht (hydraulikschlauch aus dem lkw-bereich-
funktioniert heute noch einwandfrei)! endlich warmes essen!. der brenner
plackt, trotz  gutem "esso blue" petroleum. obere duese raus, duese rein, er
geht. klasse! der duesenschlüssel war vorhanden.
 kleiner schönheitsfehler am rande: früher hatten die drehknöpfe zur
 duesenregulierung ein messigplättchen mit der aufschrift rechts / links.
 dies wurde nun duch einen kunststoffaufkleber ersetzt. der wirft aufgrund
 der hitzeentwicklung schon nach dem 3. kochvorgang blasen und löst sich
auf.
 apropos blasen! die hatten nicht nur die aufkleber, sondern auch meine
 finger als ich leichtsinnigerweise ungeschuetzt den backofenregulierknopf
 während des backbetriebes etwas kleiner drehen wollte!

 der inzwischen groesser gewordene backraum wurde nun mit einer
 doppelglasscheibe erweitert. sinnigerweise hat man diese scheibe
 eingenietet. sollte nun mal das bratgut auf der scheibe beim herausnehmen
 überlaufen, was bei einem schwankenden schiff ja durchaus der fall sein
 kann, so hat man nicht die möglichkeit, diese scheiben zu reinigen, denn
die
 bratensosse läuft zwischen die beiden scheiben (die ja nicht herausnehmbar
 sind) so dass man sehr bald den gleichen effekt hat wie vorher, nähmlich
 eine undurchsichtige scheibe! wie einfach waere es doch wenn man die nieten
durch messingschrauben ersetzt hätte, dann hätte der smutje innerhalb
 kuerzester zeit wieder den ungetruebten blick auf die leckeren aufläufe

las ich doch vor kurzen einem bericht ueber eine gasbekochte pantry bei der
der smutje mit geschulterter gasflasche, froehlich ueber die lande zieht auf
 der suche nach dem kostbaren brennstoff. nun, man mag das belächelt haben.
 aber als petroleumkochender smut ist man nicht von den unbilden befreit.
 zwar bekommt man an jeder tankstelle oder auch im hafen petroleum (kerosin)
so hat man doch die rechnung ohne den wirt, sprich herrn taylor gemacht.
 man muss fast annehmen, dass der herd für esso blue gebaut wurde, glasklar
und brennerfreundlich. aber der herd ist für weltweite fahrt gedacht und
esso blue gibt es nicht ueberall.
 so freut man sich natürlich, wenn man petroleum, natürlich sorgfältig
 gefiltert erhält, in seinem brenner verheizt und dieser alle 2 tage den
 geist aufgibt.

 smutje und hausfrau kriegen rachegelüste, träumen davon, dass sie herrn
 taylor oder herrn blake an den herd angekettet, bei 8 bf und 20 fuss see,
 den brenner demontieren sehen. denn selbstverständlich werden dem herd
 keinerlei spezialwerkzeuge mitgeliefert. so benötigt man einen 26 und 23er
 schlüssel ( die man auf grund der beengten verhaeltnisse zuerst
zurechflexen muss ) um die untere düse, die jetzt verstopft ist, ausbauen zu
können.
 Wer dies dann mehrmals wöchentlich, mit nix warmem im bauch geübt hat,
kommt schliesslich irgendwann zu dem entschluss, daß es auch ohne die untere
düse geht. sie dient der druckminderung und ohne sie brennt der herd genauso
gut.
 man möchte dem herrn taylor oder blake die hand drücken. (ich sags nicht
 wohin)

 vielleicht gelingt es der fa. taylor anhand des berichtes mit wenigen
 handgriffen den herd tatsächlich zu einen gebrauchsgegenstand "marke
 hausfrauenglück" zu machen. ich würde es allen seglern, die sich für dieses
 "glanzstueck" entscheiden, wuenschen!

 

topp - highlight balboa

am balboa yachtclub darf man nicht ankern, sondern nur an der mooring
liegen.
ebensowenig darf man sein eigenes beiboot benutzen. verständlich, da hier
die grossschiffahrt vorbeizieht und ausserden eine starke strömung herrscht.
also ruft man sich über funk das taxiboot. es kommt innerhalb weniger
minuten. es gibt zwei taxiboote die sich abwechseln oder zu hauptzeiten auch
gemeinsam fahren. ein taxista ist uns besonders ans herz gewachsen. sie
tragen ja alle ihre berufskleidung, d.h. auch eine mütze mit dem button
"balboa yachtclub". die hat jürgen besonders gut gefallen. er fragt den
taxista, ob man die nicht kaufen kann. er meint: nein, aber ich hab noch
eine. die ist zwar nicht mehr neu, aber die bring ich dir mit. und er
brachte sie. im zeitungspapier eingewickelt, damit es niemand sieht. und er
meinte,  die dürfen wir im yachtclub nicht zeigen. da war ja klar.
jürgen gibt ihm 5 dollar, sie ist auch wirklich toll.
jetzt als wir wieder zurück nach balboa kamen war der selbe taxista wieder
da. er fährt uns an land. als wir zurück wollen, hat er eine grosse
goldmarkrele auf dem steg. er fragt, ob wir nicht davon haben wollen. o.k.
sag ich ein stück davon. er schneidet ein filet ab. wir fragen was es
kostet. er möchte absolut nichts dafür.
er freut sich, sagt er, wenn uns der fisch schmeckt.

zwei tage später. wir fahren an land, mit unserem müll. jürgen hat ne
colaflasche in deren deckel ein wackelbild mit einem fussballspieler
eingelassen ist. er versucht dies rauszubrokeln. geht nicht. der taxista,
mario, sieht das und gibt ihm sein taschenmesser. das bild ist raus. als
jürgen ihm das taschenmesser zurück gibt, sagt er : behalt es, ich hab noch
mehr davon. und als wir zurückkamen -  wieder ein fisch. mario sagt, nimm
ihn schnell mit, heute kostet er nichts, morgen wird er teuer.  das ist
panama....
ganz wenig haben wir  so freundliche menschen, und so hilfsbereite menschen
erlebt. natürlich bekommen sie trinkgeld wenn sie die schweren einkäufe mit
ins boot einladen. aber das ist es nicht. sie strahlen einfach eine
hilfsbereitschaft und freundlichkeit aus, die uns in deutschland abhanden
gekommen ist. wir lernen sie wieder, jeden tag, und wir lernen gerne...